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Februar 18, 2016

Der „Arbiter“ – ein Meilenstein im Verstärkerbau

Vor über zwei Jahrzehnten hat ausgerechnet ein Lautsprecher-Hersteller den besten Verstärker der Welt gebaut. Und bis heute ist unser „Arbiter“ noch immer anders als alle anderen Verstärker. Wir streben immer nach Perfektion, und wir haben immer den Ehrgeiz besessen, Lautsprecher zu erschaffen, die Musik so authentisch wiedergeben wie möglich – wir wollen, dass unsere Lautsprecher der Vision des Künstlers so nahe kommen wie nur irgendwie technisch machbar.

Die Ursprungsidee

Um das zu erreichen, testen wir die Leistung unserer Lautsprecher unter strengsten Bedingungen sowohl in der Entwicklungsphase als auch bevor sie die Fabrik verlassen. Dafür benötigen wir einen Verstärker, der frei ist von technischen Beschränkungen und speziellen Klangcharakteristika.

Aus diesem Bedürfnis entstand die Idee des Arbiters: Ein Werkzeug für den internen Gebrauch, mit dem wir Lautsprecher entwickeln können, die die allerhöchste Qualität in der Klangreproduktion erreichen. Wilfried Ehrenholz, Mitgründer von Dynaudio, führte damals das Team hinter dem Arbiter:

„Unsere Absicht war es, das allerhöchste technische Niveau für die umfassenden Tests unserer Lautsprecherkonstruktionen zu erreichen. Wir haben zunächst alle bekannten High-End-Verstärker gegeneinander getestet. Alle wiesen deutliche Beschränkungen in der Leistung auf, und alle klangen anders. Aber was war die wirkliche Reproduktion von Klang? So waren wir gezwungen, alternative Technologien in Betracht zu ziehen. Am Ende erkannten wir, dass wir keine andere Wahl hatten, als unseren eigenen Referenz-Verstärker selbst zu bauen.

Nach drei Jahren der Entwicklung und Ausgaben in Höhe von 1,5 Millionen Euro wurden die letzten Teile des Arbiters zusammengesetzt. Geboren war der Verstärker, der eine absolut authentische, unverfälschte und transparente Klangqualität möglich machte. Der einzige Verstärker der Welt, der nicht speziell für den Verkauf entwickelt wurde, sondern als Referenz für die perfekte Signalreproduktion.

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Ein kleine Familie

Ursprünglich wurde der Arbiter ausschließlich für den internen Gebrauch entwickelt. Als dieser großartige Verstärker aber auf ein überwältigendes Interesse stieß, wurde entschieden, eine strikt begrenzte Serie von 50 vollständigen Sets des Arbiters für die Öffentlichkeit herzustellen.

Angesichts der hohen Kosten verkaufte sich der begehrte Verstärker überraschend gut – er wurde zum Kultobjekt für Connaisseure. Dank der begrenzten Stückzahl konnte der Arbiter auch auf dem Second-Hand-Markt seinen Wert erhalten – vollständige Arbiter-Sets in gutem Zustand wurden schon für bis zu 100.000 Euro gehandelt.

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Seine inneren Werte

Und doch – offenbar ist der Arbiter mehr als nur ein historisches Objekt, denn er ist vollgepackt mit bemerkenswerten Technologien: Einer batteriebetriebenen Bauweise, mehr als 1.000 Watt Output-Power, einer Bandbreite von fast Gleichstrom bis 300 kHz und einer der aufwendigsten Lautstärkereglungen, die bisher geschaffen wurden.

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Eindrucksvolle Batterie-Power

Dank der batteriebetriebenen Bauweise ist der Arbiter frei von allen Schwankungen in der Stromversorgung und zugleich von den begrenzenden Effekten von Netzfiltern. Der Vorverstärker des Arbiters läuft mit Bleigel-Akkus, die vor dem Betrieb aufgeladen werden und ihn dann über zwölf Stunden lang antreiben. Große Hochleistungs-Kondensatoren mit einer Kapazität von 1 Farad stellen die niedrigstmögliche Impedanz der Energieversorgung sicher.

Sogar die Eingangsstufe des Endverstärkers des Arbiters ist batteriebetrieben. Nur die Stromabgabe-Stufe wird direkt vom Netzanschluss gespeist und lädt die außergewöhnliche Kapazität von 400.000 Mikrofarad pro Kanal.

Der Arbiter verfügt über extreme Leistungsreserven, die auch nach heutigen Standards noch eine echte Ansage sind: 1.072 Watt kontinuierliche Leistung an 4 Ohm und 620 Watt kontinuierliche Leistung an 8 Ohm, beides gemessen bei voller IEC-Bandbreite von 20 Hz bis 20 kHz pro Kanal – und die dynamische Leistung ist unter allen Bedingungen sogar noch höher.

Im Hinblick auf Bandbreite ist der Arbiter ein Gigant unter Zwergen: Er wurde so entworfen, dass das Signal selbst absolut keinen Einschränkungen unterliegt. Er bietet eine ideale Anstiegsgeschwindigkeit und Dynamik. Mit einer Bandbreite von 0,3 Hz bis 300 kHz erreicht der Arbiter beinahe Gleichstrom.

 

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Unheimliche Präzision

Die außergewöhnlich präzise Lautstärkeregelung ist ein weiteres Kennzeichen des Arbiters. Für jeden Kanal wird ein teures logarithmisches Potentiometer des britischen Herstellers Penny & Giles durch einen schweizer Präzisions-Schrittmotor kontrolliert, der die exakte Lautstärke mit Hilfe eines zweiten linearen Potentiometers einstellt. Dieses wiederum wird anhand eines Referenz-Levels kalibriert, das sicher auf einer EPROM-Speicherzelle abgelegt ist. Auf diese Weise übertrifft die Lautstärkeregelung des Arbiters vergleichbare High-End-Verstärker in Sachen Präzision deutlich.

Noch viele weitere Features

Und der Arbiter hat noch viel mehr zu bieten:

- Saubere und schnelle Response mit einer bemerkenswert schnellen Anstiegsgeschwindigkeit von nur 0,0004%

- Der Vorverstärker des Arbiters weist einen Rauschabstand von > 128 dB auf

- Nebensignaleffekte von -110 dB @ 1 kHz

- Klirrfaktor von 0,0003%, selbst bei höchstem Output-Level nur 0,0005%

- Frequenz-Bandbreite von 0 Hz bis 6 MHz – kein Tippfehler, hier stehen eine „0“ und „Megahertz“

- Maximum 120 Ampere in jedem Mono-Verstärker des Arbiter

Viele der Features des Arbiters waren Meilensteine des Verstärker-Baus – und sie waren ohne Beispiel, als der Arbiter vor über 20 Jahren entwickelt wurde. In den letzten Jahrzehnten haben wir in der technischen Entwicklung einen Quantensprung nach dem anderen erlebt und zahllose echte Innovationen gesehen. Aber selbst nach all diesen Fortschritten dürfte es schwierig sein, einen modernen Verstärker zu finden, der es heute mit dem Arbiter aufnehmen kann.

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