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Zwischensummen

Christopher Kjærulff

Beim Start des Projekts Contour haben wir uns gefragt: Wie können wir die üblicherweise mit der Contour-Reihe verbundene überragende Performance im Hochton- und Mitteltonbereich aufrechterhalten und gleichzeitig die tiefen Frequenzen verbessern? Wie entwickelt man einen Lautsprecher, der den erfolgreichen Vorgängermodellen seinen Respekt zollt und dabei fortschrittlich ist? 
Um das umzusetzen, haben wir ein Lautsprecher-Chassis mit einem um 70 % verlängertem Hub, einer 24 % größeren Wickelhöhe der Schwingspule, einer 20 % größeren Membranfläche, einer außergewöhnlich großen elliptischen 7,6-mm-Sicke und einer MSP-Membran mit einer von 0,5 mm auf 0,4 mm verringerten Dicke sowie mit vielen anderen Verbesserungen entwickelt. Doch wie haben wir das hinbekommen?

Jede noch so kleine Bewegung herausarbeiten

In unserem Fall haben wir das handwerkliche Können und das langjährige Know-how von Dynaudio mit neuen Forschungstechnologien und -methoden vereint; Leidenschaft und Zuhören mit Fakten und Computersimulationen.

Wir wollten das Potenzial der Contour so weit wie möglich ausreizen. Seit 2003, als die letzte Contour auf den Markt kam, haben wir neue Methoden entdeckt und kennengelernt und konnten unser Know-how wir noch weiter vertiefen – die gewonnenen Erkenntnisse konnten wir für das Erreichen unseres Ziels nutzen.

Hier finden Sie die verschiedenen Spezifikationen für die einzelnen Modelle: Die völlig neue Contour-Reihe.

Wir haben ein talentiertes Team mit der Aufgabe betraut – Danny Pasfall Christensen, Andreas Eberhardt Sørensen und Daniel Emonts. Sie haben jeden Aspekt unserer früheren Chassis-Konstruktionen genau unter die Lupe genommen, um herauszufinden, was verbessert, optimiert und effizienter gestaltet werden kann. 

Sie haben jede noch so kleine Bewegung mithilfe der Finite-Elemente-Methode herausgearbeitet und unzählige Stunden mit Hören verbracht – und mit diesen Einblicken haben sie sich dann an die Arbeit gemacht. Durch die Entwicklung der Teile, die zum Erreichen unseres Ziels notwendig waren – ein verbesserter Spider, ein neues und optimiertes Magnetsystem, eine neue Aluminium-Schwingspule – wurde eine Kupferkappe zum Polstück hinzugefügt, und noch vieles mehr.

Eine asymmetrische Welle zur Verbesserung der Symmetrie

Der neue Spider ist das Produkt einer sorgfältigen FEM-Analyse. In diesem Prozess haben unsere drei Entwickler herausgefunden, dass wir einen asymmetrischen Spider mit einer zusätzlichen kleineren Welle nutzen können, um die Gesamtsymmetrie des ganzen Systems zu verbessern.

Ein asymmetrisches Design bedeutete, dass wir die Wellen optimierten und den Spider verstärkten. Dadurch erhält die 18W55 mehr Kontrolle über die Schwingspule, sodass selbst die kleinsten Unregelmäßigkeiten bei der Bewegung verhindert werden können.

Die erhöhte Symmetrie bei der Bewegung der Schwingspule führt zu mehr Kontrolle über den Klang, insbesondere bei höheren Frequenzen und hoher Lautstärke.  Durch den höheren Schalldruckpegel ist eine höhere Lautstärke als bei früheren Contour-Modellen möglich, ohne dass dabei die gewohnte Qualität der Dynaudio-Musikwiedergabe beeinträchtigt wird.

Driver 18w55

Je mehr Wicklungen, desto ...

Danny, Andreas und Daniel sind drangeblieben; sie haben ihre Erkenntnisse aus den Analysen für die Optimierung des Magnetsystems der 18W55 genutzt. Sie haben sich für ein Doppelferrit-Magnetsystem mit einer großen zentralen Lüftungsöffnung mit einem Durchmesser von 30 mm entschieden.

Der Magnet und die Spule wandeln die elektrische Energie in Bewegung um. Durch die Integration von zwei separaten Magneten konnten wir die Ausgangsleistung des Systems nach Bedarf genau abstimmen und kontrollieren sowie zusätzlichen Platz für den längeren Hub der Schwingspule schaffen.

Ein Lautsprecher-Chassis benötigt eine solide Basis: Erfahren Sie mehr über unser neues abgerundetes Contour-Gehäuse.

Wir haben auch unsere Schwingspule genauer unter die Lupe genommen und verschiedene Optionen ausprobiert. Wir haben uns dazu entschlossen, weiterhin mit unseren charakteristischen Aluminium-Schwingspulen mit großem Durchmesser zu arbeiten. Sie bestehen aus äußerst leichtgewichtigem Aluminium, was es uns ermöglicht, die Anzahl der Wicklungen im Vergleich zu schwereren Kupferspulen zu erhöhen.

Wir haben aber auch etwas Neues gemacht. Danny, Andreas und Daniel haben die Wickelhöhe der Schwingspule im Vergleich zu älteren Contour-Modellen um 24 % erhöht, was für einen längeren, stabileren Membranhub sorgt.

Letztendlich geht es um Kontrolle und Bass. Einfach ausgedrückt: Je mehr Wicklungen wir haben, desto mehr Kontrolle bekommen wird. Und ein längerer, stabilerer Hub sorgt dafür, dass wir mehr Luft ohne Verzerrung in Bewegung versetzen. Diese beiden Dinge gewährleisten im Zusammenspiel einen lauteren, tieferen und kontrollierteren Bass.

Driver 18w55

Die Luft muss in Bewegung kommen

Darüber hinaus haben wir das Magnetsystem und die Schwingspulenbelüftung verbessert: Wir haben eine zentrale Lüftungsöffnung mit einem Durchmesser von 30 mm in das Magnetsystem integriert, während für die Schwingspule ein integriertes Belüftungssystem verwendet wird. Die Verbesserungen bei der Belüftung sorgen zusammen dafür, dass die Luft ohne Hindernisse ausströmen kann und dass die Membran mehr Bewegungsspielraum erhält. 

Beide Verbesserungen haben entscheidende Vorteile: Wenn die Luft nicht problemlos aus dem System entweichen kann, wird durch das Hin- und Herbewegen der Membran im System ein Widerstand erzeugt – was eine hörbare Verzerrung verursacht. Zudem kann die Contour durch den erweiterten Bewegungsspielraum viel tiefere Töne erzeugen, die sie körperlich spüren können.

Aufgrund des neuen Magnetsystems, der größeren Wickelhöhe der Schwingspule, der neuen 7,6 mm großen elliptischen Einfassung und des verstärkten Spiders haben Danny, Andreas und Daniel es geschafft, die Auslenkung der 18W55 um 70 % zu vergrößern.

Dank der erweiterten Auslenkung kann sich die Membran von ihrer Ruheposition aus weiter wegbewegen, sodass sie eine größere Luftmenge in Bewegung versetzen und mehr Schalldruck erzeugen kann. Diese vermehrte Luftbewegung und der erhöhte Schalldruck sorgen dafür, dass das Chassis im Vergleich zu seinen Vorgängern bei höherer Lautstärke einen tieferen Bass erzeugen kann (obwohl uns Ihre Nachbarn wahrscheinlich nicht dafür danken werden).

Es fügt sich alles zusammen

Alle zusätzlichen Merkmale bei der neuen 18W55 spielen eine wichtige Rolle beim Erreichen unserer Ziele: Es handelt sich um einen ganzheitlichen Ansatz für das Lautsprecher-Chassis-Design. Wenn man die Verbesserungen beim neuen Spider weglässt, verliert man die Kontrolle über die lineare Bewegung der Membran. Wenn man die Verbesserungen beim neuen Belüftungssystem weglässt, führt dies zu einer übermäßigen Verdichtung der vermehrten Luftbewegung, wodurch der Klang verzerrt wird. Wenn man alle Verbesserungen weglässt, wird das neue, wundervolle Klangerlebnis bei der Contour völlig ruiniert.