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Made in Denmark

August 02, 2017

Ein Unternehmen wie Dynaudio entsteht nicht aus dem Nichts. Es ist nur denkbar als Manifestation einer klaren Philosophie mit einer langfristigen Perspektive.

Schon im Jahr 1977 war sich Dynaudio Gründer Wilfried Ehrenholz sicher, dass die gängigen Lautsprecher, über die er Musik hörte, nicht das ganze Klangbild zeigten.

Zunächst verbaute Dynaudio Chassis anderer Hersteller mit selbstgefertigten Frequenzweichen in modifizierte Standardgehäuse. Aber das Resultat war noch nicht … richtig. Denn zu diesem Zeitpunkt wurden noch nicht alle Komponenten von Dynaudio gefertigt. Wir alle wissen, dass es nur eine einzige Lösung gibt, wenn man mit der Arbeit von jemand anders nicht zufrieden ist.

„Was auch immer ich tue – ich möchte etwas Perfektes schaffen. Ich habe damals mit vielen anderen Entwicklern gesprochen, und es war klar, dass ihr Verständnis der Lautsprechertechnologie begrenzt war“, sagt Wilfried Ehrenholz. „Also haben wir es selbst gemacht.“

Diese Besessenheit – die Suche nach der Wahrheit – führte zum Ziel.

Die Wurzeln des Unternehmens liegen in Skanderborg, Dänemark. Es ist eine kleine Stadt an einem See. Es würde Ihnen dort gefallen. Skanderborg ist bezaubernd.

Aber weil es dort ehrlich gesagt nicht viel zu tun gibt, konnten die Gründer von Dynaudio sich voll und ganz auf ihre Passion konzentrieren: Lautsprecher mit einem absolut ehrlichen Klang zu schaffen. Das bedeutete völlige Transparenz: die Wiedergabe von Musik, wie sie aufgenommen worden war – ohne etwas hinzuzufügen oder wegzulassen. Nicht mehr und nicht weniger.

Die damals verfügbaren Chassis waren einfach nicht gut genug. Also baute Dynaudio seine eigenen. Aber es wurde nicht einfach drauflos experimentiert. Die Entwickler machten ihre Hausaufgaben.

Dynaudio war immer bestrebt, einen Schritt weiterzugehen, neues Terrain zu erobern – Terrain, das für die damals etablierten, großen Hi-Fi-Hersteller nicht erreichbar war, oder von dem sie nicht einmal wussten, dass es existierte.

Ihr Ziel? Nicht mehr auf Frequenzgänge zu starren, sondern … innezuhalten. Zuzuhören. Freude zu empfinden. „Wenn ein Musiker ausdrückt, was das Wesen der Musik ist, hört man das nicht analytisch. Es sind ausschließlich Emotionen“, sagt Wilfried.

Diese Philosophie – das Streben nach Wahrheit durch Emotionen – durchdringt das gesamte Unternehmen. Es ist immer noch neues Terrain zu erobern. Wilfried Ehrenholz und Mark Thorup, der bei Dynaudio die Forschung und Entwicklung leitet, arbeiten schon seit Jahrzehnten unter demselben Dach. Was sie eint: Sie leben ihre Leidenschaft und haben sie zum Kern ihres Unternehmens gemacht. „Wir tun all dies nicht, weil wir es müssen. Wir tun es, weil wir es können“, sagt Mark.

„Wenn ich zurückdenke, weiß ich wirklich nicht, woher ich meinen Mut genommen habe! Als wir anfingen, war ich erst 22 Jahre alt. Ich hatte keine Praxiserfahrung, ich schloss gerade mein Studium ab. Aber ich zweifelte nie daran, dass wir erfolgreich sein würden. Wir haben niemals etwas nur um des Geldes willen gemacht. Nie. Ich dachte, wir könnten vielleicht ein Unternehmen mit 30, 40 Mitarbeitern gründen. Aber dann entwickelte sich alles noch besser, als ich erwartet hatte!“

Es war schon immer so, seit wir im Jahr 1977 mit einer Werkhalle und einer Handvoll Mitarbeiter begannen. Jetzt haben wir beinahe 300 Angestellte … und sie sind alle unglaublich detailverliebt. So, wie es sein sollte. Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel zu allem, was wir tun: Sie wissen genau, wie man etwas Hochwertiges erschafft. Sie testen und hören, dann testen und überarbeiten sie ihre Designs – und hören wieder. Sie sind Experten. Das bedeutet: Wenn etwas nicht so ist, wie es sein soll, können wir es grundsätzlich besser machen, anstatt es halbherzig nachzubessern.

Dynaudio Gründer Wilfried Ehrenholz und Mark Thorup (Dynaudio Mitarbeiter Nummer vier) stehen hinter einigen der ikonischsten Lautsprecher der letzten 40 Jahre.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass Dynaudio seinen Prinzipien von Anfang an treu geblieben sind. Die meisten Konzepte, mit denen wir begonnen haben, sind auch nach 40 Jahren noch gültig. Ich denke, das ist sehr beeindruckend!“

Wilfried Ehrenholz

Magnete, Drähte und Roboter

Das Herz von allem ist das Chassis. Wir entwickeln und fertigen alle unsere Chassis selber – auch die Magnetisierung der Magneten und das Wickeln der Schwingspulen erfolgt bei uns. Einst war die Wicklung der Spulen eine Arbeit für fleißige Fachleute. Und wenn dies heute auch ein automatisierter Prozess sein mag, so wachen doch die Argusaugen und scharfen Ohren unserer Qualitätssicherung über das Werk der Roboter.

Statt dem üblichen Kupfer verwenden wir Aluminiumdraht. Er ist leichter, was uns eine Verdoppelung des Spulendurchmessers bei gleichbleibendem Gewicht erlaubt. Und er erlaubt uns längere Wicklungen – was wiederum eine stärkere Auslenkung des Antriebs und eine bessere Wärmeableitung ermöglicht. (Auf gut Deutsch: Wir können den Klang besser kontrollieren.)

Auch unsere Chassis fertigen wir selber. Dabei kommt ein von Dynaudio entwickeltes Material namens MSP zum Einsatz. Sie bestehen aus einem einzigen Stück (was die Staubkappe umfasst), und daher ist kein Kleber erforderlich.

Ein Antrieb wie kein anderer

Möglicherweise ist Ihnen schon aufgefallen, dass unsere Lautsprechermembranen flacher sind als bei anderen Anbietern. Das ist kein Zufall, und die Erklärung dafür ist auch nicht, dass wir bloß ein wenig anders sein wollen. Vielmehr geht es darum, die Wiedergabequalität abseits der Lautsprecherachse zu verbessern – also das, was man hört, wenn man nicht direkt im „Visier“ seiner Lautsprecher sitzt. Und darüber werden sich dann Ihre Besucher freuen, wenn Sie den Sweet Spot im Wohnzimmer nicht freigeben mögen.

Es gibt auch andere, weniger offensichtliche Details. Manche davon sind unsichtbar – beispielsweise die Zentrierspinne. Dies ist das federnde Metallelement, an dem die Schwingspule befestigt ist. Sie federt, weil sie festlegt, wie stark die Schwingspule sich vor- und rückwärts bewegen darf und wie viel Luft dementsprechend hinter der Lautsprechermembran bewegt wird. Wir haben durch Messungen und Simulationen ihre Symmetrie verbessert – was wiederum den Klang verbessert.

Das ganze Arrangement befindet sich in einem Korb. Dies das Gehäuse, in dem sich alle beweglichen Elemente befinden –  gewissermaßen das Fahrzeug, in dem unser Hochleistungsmotor sitzt. Und obwohl Sie diesen Teil unserer Lautsprecher nicht sehen können, haben wir auf seine Entwicklung dieselbe Sorgfalt verwendet wie auf die Entwicklung aller anderen Komponenten. Die Belüftung spielt eine entscheidende Rolle: Sie dient dazu, Turbulenzen hinter dem Chassis zu reduzieren, und auch das verbessert den Klang.

Hohe Frequenzen in hoher Qualität

Als nächstes haben wir unsere unverwechselbaren Gewebehochtöner. Da lassen wir niemanden heran (natürlich mit Ausnahme unserer talentierten Entwickler). Seit der Unternehmensgründung verbessern wir diese Gewebehochtöner kontinuierlich: durch Anpassungen von Geometrie, Form, Material, Steifheit – und auch der Beschichtung. Wir verwenden die richtige Menge an den richtigen Stellen und in der richtigen Dichte, um die Dämpfung zu steuern und die gewünschte Höhenabbildung zu erhalten. Weil diese Membranen nicht aus Metall bestehen, erhalten wir einen flacheren, lineareren Frequenzgang und ein – wie wir finden – besonders ausgewogenes Klangbild.

Aber am Ende kommt es auf die Menschen hinter all dieser Technologie an. Sie sind unglaublich stolz auf das, was sie herstellen, und die Begeisterung für ihre Arbeit treibt sie immer weiter.

Ende 2016 haben wir ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für unsere klügsten Köpfe eröffnet – und wir freuen uns schon jetzt auf die Produkte, die dort entstehen werden.